Demokratie

Demokratie stammt aus dem griechischen und bedeutet Volk und Herrschaft. Das bedeutet zum heutigen Zeitpunkt, dass das Volk ein Mitspracherecht hat. Zu dem Mitspracherecht gehören die Wahlen. Hier kann jeder die Partei wählen, die er für kompetent hält, seine Interessen zu vertreten. Wahlen finden in bestimmten Abständen statt. Anhand der Wählerstimmen stellt eine Partei den Bundeskanzler. Die zweitstärkste Partei kommt in eine eventuelle Koalition. Das bedeutet, dass die beiden stärksten Parteien für die Interessen des Wählers verantwortlich sind.

Die Wahlen finden geheim statt, das heißt, keiner weiß den Namen des Wählers. Jedem Wahlberechtigten steht es frei zur Wahl zu gehen oder nicht. In einer Demokratie herrscht Meinungs- und Pressefreiheit. Jeder kann also seine Meinung äußern.

Der Weg zur Demokratie in Deutschland war ein Langer. Bereits zwischen 1919 und 1933 wurde das Land demokratisch geführt. Damals hieß die Staatsform noch nicht Demokratie, sondern Weimarer Republik. Als Hitler die Macht ergriff, wurde sie nicht abgeschafft, sondern in den Hintergrund gedrängt. Ende des 2. Weltkrieges wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet, deren Staatsform eine Demokratie wurde.

Bereits in der Antike wurde in Griechenland die Demokratie verwirklicht. Dort hatten allerdings nur Männer das Recht, zu wählen. Die Zahl der sogenannten Vollbürger betrug zwischen 30.000 und 40.000 Männer. Bei Entscheidungen, die es zu fällen galt, mussten 6000 Personen anwesend sein. Auch im alten Rom galt die Demokratie. Nachdem das Römische Reich untergegangen war, blieb jedoch die Idee dieser Staatsform.

In der Neuzeit veröffentlichte Jean – Jacques Rousseau im Jahr 1762 die Idee der Gleichstellung von Herrscher und Beherrschte. Es entstand die Volkssouveränität. John Locke und Charles Montesquieu führten innerhalb der Demokratie die Judikative (gesetzgebende Gewalt) und die Exekutive (ausführende Gewalt) ein. Die Judikative berät über die Gesetze und stimmt ab. Die Exekutive ist dafür zuständig, die Einhaltung dieser Gesetze zu kontrollieren. Die bekannteste Form der Exekutive ist die Polizei.

Die damalige DDR hatte das Wort Demokratie in ihrem Namen, jedoch war es keine wirkliche Demokratie, sondern eine Diktatur, die von der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) beherrscht wurde. Erst nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990, als die DDR zu der BRD kam, wurde gesamt Deutschland eine Demokratie.